
Geschichte
Einst Meister in der Feinwerktechnik –
heute ein modernes Technologieunternehmen.

- Stimulationsgerät zur Rehabilitation und Mobilisierung durch Neuromodulation
- SensorStim ist ein Berliner Start-up im Bereich der Geräte- und Softwareentwicklung, an dem PAJUNK seit 2024 eine Mehrheitsbeteiligung hält

![[Translate to Pajunk DE:] Foundation Pajunk Swiss AG](/fileadmin/_processed_/5/a/csm_pa_company_pajunk-swiss-2021_0769e29cda.jpg)

Vorrichtung zur Begrenzung des Injektionsdruckes eines medizinischen Instruments zum Einbringen eines Fluids.

Benelux, Dänemark, Norwegen, Polen, Schweiz


- Umsetzung der NRFit®-Regularien für mehr Patientensicherheit (ISO-Norm 80369-6) als einer der ersten Hersteller
- Vorläufer: Surety® Connector – wurde bereits bei Inkrafttreten der Norm in England 2010 lanciert

Durchführung kontinuierlicher peripherer Nervenblockaden so einfach wie die Single-Shot-Technik.

Horst und Heinrich Pajunk haben ein Fundament geschaffen, auf dem die nächsten Generationen aufbauen können. Ihr Credo bleibt: Zuhören, entwickeln, umsetzen. „Jede Generation hat ihre eigene Vision“, sagt Martin Hauger. „Unsere war es, PAJUNK vom Handwerksbetrieb zum internationalen Industrieunternehmen zu entwickeln.“ Und die Zukunft? Auch die nächste Generation wird ihren eigenen Weg finden. Doch eines ist sicher:

- Ziel: präzise Katheteranlage bei minimierter Dislokationsrate
- Kreiert für gleichmäßige Ausbreitung des Anästhetikums am distalen Ende


Aufbau des Sono-Kanülensortiments mit echogenen Cornerstone-Reflektoren zur präzisen Anlage der Nervenblockaden unter Ultraschall. Die optimierte Echogenität verhilft dem Ultraschallverfahren zum Durchbruch.


Gleichmäßige Wundfiltration bei großen Schnittwunden und Gelenkersatzoperationen.

Beschichtete Kanülen für kontinuierliche periphere Nervenblockaden mit stimulierbarem Katheter.



Innovative Kanülenbeschichtung auch im Innenlumen erzeugt ein hochpräzises elektrisches Feld bei der Kanülenplatzierung.
DeltaCut, CoreCut, PrimoCut mit Chiba-Biopsiekanülen
Enge Entwicklungszusammenarbeit mit Taktgebern: Dr. Marhofer, Dr. Kapral und Dr. Grau

Kontinuierliche periphere Nervenblockaden werden zum neuen Standard in der Regionalanästhesie.
- Unipolarkanülen für die kontinuierliche Leitungsanästhesie
- Erste beschichtete, stimulierbare Kanülen von PAJUNK (Catheter-through-Needle-Technik) in der peripheren Anästhesie


Aufbau eigener Niederlassungen und lokal renommierter Handelspartner.
Vertrieb Deutschland/ Österreich mit direktem Anwenderkontakt.



Vorrichtung zur Durchführung der lumbalen Plexusanästhesie: Plexuskanülen für kontinuierliche axilläre Blockaden ohne Stimulation als Wegbereiter der Catheter-over-Needle-Technik.


Ergebnis einer fünfjährigen Entwicklungspartnerschaft: Ein neuer Designstandard für die Spitzengeometrie atraumatischer Kanülen mit dem Ziel, die Spinalanästhesie einem breiteren Patientengut zugänglich zu machen.



Innovationskraft aus der Praxis: Vom Zuhören zur Umsetzung
Trotz des Wachstums hat sich PAJUNK den familiären Charakter bewahrt. „Wir hören unseren Kunden zu“, erklärt Simone Pajunk-Schelling, „das war schon damals unser Erfolgsgeheimnis und ist es heute noch.“ So entstanden innovative Produkte wie die Sono-Kanüle für die ultraschallgestützte Regionalanästhesie oder das E-Katheter-System zur Vereinfachung kontinuierlicher Blockaden. Das Unternehmen hat seine Kanülenkompetenz auch auf die Schmerztherapie und Neurologie ausgeweitet und erschließt dort spannende neue Geschäftsfelder. „Es gelingt uns immer wieder, Trends in der Medizintechnik frühzeitig zu erkennen“, sagt Martin Hauger. „Das verschafft uns einen Vorsprung in neuen Marktsegmenten.“ Die enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Wissenschaftlern bleibt die Quelle für neue Ideen und Innovationen. „Wir denken die technische Umsetzung immer mit“, unterstreicht Simone Pajunk-Schelling. „Diese Fähigkeit habe ich von meinem Vater gelernt.“
- Internationalisierung und Aufbau der Marke PAJUNK im Direktvertrieb
- Ausbau Endkundennähe
- Komplettsortiment in Regionalanästhesie und interventioneller Biopsie
- Von der Werkstatt- zur Serienfertigung: Einführung Qualitätsmanagement-System und Digitalisierung/Automatisierung
Die zweite Generation: Vom Handwerksbetrieb zum Global Player
1993 übernahmen Simone Pajunk-Schelling und Martin Hauger die Führung des Unternehmens. Sie hatten eine klare Vision: den Schritt vom OEM-Zulieferer zu einer eigenständigen, internationalen Marke. „Die Zeit war reif“, erinnert sich Simone Pajunk-Schelling. „Wir spürten, dass wir als OEM-Lieferant unser Potenzial nicht vollständig entfalten konnten.“ Mit eigenen Niederlassungen und Produkten unter eigenem Namen setzte PAJUNK neue Maßstäbe in der Medizintechnik.
Gleichzeitig nutzte das Unternehmen die Chancen der Digitalisierung, definierte Fertigungsstandards, automatisierte Produktionsprozesse und etablierte ein professionelles Qualitätsmanagement. Mit dem Wachstum wuchsen jedoch auch die Herausforderungen. „Die Dynamik der Veränderungen ist in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gestiegen“, bestätigt Martin Hauger und fügt hinzu: „Immer wieder standen wir vor der Herausforderung, neue Marktanforderungen – wie aktuell die Regulatorik – zu bewältigen.“
„Als sich herumsprach, was unsere Firma leisten kann, sind immer mehr Ärzte aus der Regionalanästhesie mit ihren Entwicklungsideen an uns herangetreten“, bekräftigt Horst Pajunk. Mit der SPROTTE®-Kanüle kam auch der Erfolg, doch es dauerte weitere zehn Jahre, bis PAJUNK die Kanüle unter eigenem Namen vertreiben konnte. Das Unternehmen blieb seinem Prinzip treu: Mutig vorangehen, Risiken eingehen – aber mit Bedacht. Selbst als Großunternehmen Übernahmeangebote unterbreiteten, lehnten die Brüder ab. „Wir wollten ein unabhängiges Familienunternehmen bleiben“, so Horst Pajunk. „Was wir aufgebaut haben, hat die zweite Generation aufgenommen und mit ihren Kompetenzen erweitert“, ergänzt Heinrich Pajunk.
- Steigende Nachfrage nach Entwicklungspartnerschaften
- Fokus auf medizintechnische Produkte (Regionalanästhesie, Biopsie, minimalinvasive Chirurgie, Dental)
- Mitgestaltung des Systemwechsels zu Einweg-Produkten
- Erste beschichtete und stimulierbare PAJUNK Single-Shot-Kanüle
- Leber-Biopsiekanülen nach Menghini
- TrokaBone-Kanülen
- Knochenmark-Biopsiekanülen nach Klima und Rosegger
- Prostata-Biopsiekanülen nach Franklin H. Silverman
Der Wendepunkt: Von der Lohnfertigung zur Produktentwicklung
Zu Beginn war PAJUNK ein reiner Lohnfertiger. Die Brü- der nahmen jede Möglichkeit wahr, um das Unternehmen finanziell zu stabilisieren. Doch ihre wahre Leidenschaft galt der Entwicklung eigener Produkte. Neben ihrem handwerklichen Talent waren sie auch leidenschaftliche Tüftler. Der entscheidende Wendepunkt kam mit der Zusammenarbeit mit Dr. Sprotte. Der junge Arzt suchte einen Partner, um seine Idee einer atraumatischen Spinalkanüle zu realisieren. Die großen Medizintechnikunternehmen lehnten ab – PAJUNK ergriff die Chance.
Tag und Nacht wurde gemeinsam experimentiert, wurden Prototypen gefertigt und kontinuierlich verbessert. Bereits ein Jahr später meldeten die drei die erste SPROTTE®-Kanüle zum Patent an – ein Meilenstein, der PAJUNK als innovativen OEMHersteller etablierte. „In dieser Zeit haben wir uns gegenseitig mit unserem Pioniergeist angesteckt“, erinnert sich Horst Pajunk und führt weiter aus: „Dr. Sprotte war von unserer Leidenschaft begeistert, und wir waren stolz darauf, dass ein Arzt auf uns zukam, um seine Vision zu verwirklichen.“
Zehn Jahre dauerte es, bis sie den Schritt in die vollständige Selbständigkeit wagten. „Wir haben durchgehalten, weil wir wussten: Da steckt mehr in uns“, sagt Heinrich Pajunk.
Doch was steckt hinter dieser beeindruckenden Erfolgsgeschichte? Ein Gespräch mit den Gründern und der nachfolgenden Generation gibt tiefe Einblicke in die Philosophie, die das Unternehmen bis heute prägt.
Der Anfang: Ein harter Weg in die Selbständigkeit
Die Eltern der Brüder Horst und Heinrich Pajunk hatten durch den Krieg alles verloren. In Geisingen, ihrer neuen Heimat, schufen sie sich in den 1950er Jahren mit vereinten Kräften ein neues Zuhause. Niemand ahnte damals, dass in der dortigen Garage der Grundstein für ein erfolgreiches Unternehmen gelegt werden würde. „Wir haben ganz bei null angefangen“, erinnert sich Horst. Es war die Zeit des Wirtschaftswunders, der Pioniere und Macher. Wer fleißig war, konnte sich etwas aufbauen. Während Horst als Chirurgiemechaniker in der Medizintechnik arbeitete, war Heinrich als Werkzeugmacher in der Maschinenindustrie tätig. Die Idee, ihre beiden Fachgebiete zu vereinen, kam von Heinrich Pajunk: „Was hältst du davon, wenn wir unsere Stärken im Maschinenbau und in der Medizintechnik zusammenbringen?“ Dieser Satz markierte den Beginn einer außergewöhnlichen Unternehmensreise.




